Nachhaltigkeit wird im englischen mit Sustainability übersetzt, was wiederum ‚langfristiger Erhalt‘ bedeutet. Ein weitaus angepassterer Begriff für den Bereich Tourismus wäre hier das englische Wort Impact. Dabei liegt die Bedeutung auf ‚Wirkung oder Auswirkung‘. Der Begriff umfasst die konkreten Folgen und alle Auswirkungen, die der Tourismus auf das Zielgebiet hat. Diese können sowohl positiv als auch negativ sein.
Der Tourismus ist, als einer der größten Wirtschaftsfaktoren, weltweit für ca. 8% der CO² Emissionen verantwortlich. Der größte Teil davon wird von An- und Abreise sowie Transporten unterwegs verursacht. Ebenfalls zu berücksichtigen sind jedoch die Emissionen der Unterkünfte und die Einflüsse auf Natur, Umwelt und die soziale Entwicklung. So verbrauchen Besucher zum Beispiel Wasser durch Wäsche, Pool, Dusche und Toilette. Sie benötigen Lebensmittel und hinterlassen Abfall.
Doch welche Auswirkungen hat ein intensiver Wasserverbrauch in besonders ariden Zonen? Wie werden neue Infrastrukturen wie Unterkünfte, versiegelte Straßen, Flughäfen etc. bewertet, die ggf. Raum in sensiblen Ökosystemen beanspruchen oder diese im schlimmsten Fall für immer zerstören? Wie wird der Abfall von Reisende entsorgt? Plastikmüll an Stränden, in Flüssen und in unseren Meeren sind schon heute ein ernstes Problem.
Wenn zudem immer mehr Touristen Einheimische verdrängen und sensible Regionen geradezu überfallen, spricht man vom Overtourismus. Dieser Begriff steht als Beispiel für eine negative Entwicklung des Tourismus, der mehr Schaden als Nutzen bringt.
Wie kann sich Tourismus positiv äußern?
Auf der positiven Seite bringt Reisen für den Besucher Erlebnisse, fremde Begegnungen und hilft den eigenen Horizont zu erweitern. Dies kann Verständnis für andere Kulturen und für den notwendigen Schutz der Natur mit sich bringen. Auch im Zielgebiet kann sich Tourismus durchaus positiv auswirken. In vielen Regionen sorgt er für Arbeitsplätze, Ausbildung und berufliche Chancen. Für die lokalen Gemeinen ergeben sich so neue Perspektiven um sich weiterzuentwickeln. Verstöße gegen die Menschenrechte werden mitunter sichtbar und können nicht mehr so einfach versteckt bleiben.
Tourismus stärkt den Artenschutz, denn Nationalparks, Schutzgebiete und die dort lebenden Tiere erhalten durch Einnahmen aus diversen Gebühren einen enormen wirtschaftlichen Wert. Besucher tragen so nicht nur zu einem besseren Schutz, der nun wertvollen Wildtiere und deren Habitat bei, sondern auch zu einer neuen Haltung. Eine naturorientierte wirtschaftliche Entwicklung trägt dazu bei, dass Wildtiere und ihre Lebensräume in einem anderen Licht erscheinen. Sie gelten dadurch als Einnahmsquelle unschätzbarer Wert.
Es wird die große Aufgabe der nächsten Jahre sein, hier die richtige Bilanz zu finden. Die Vor- und Nachteile des Tourismus für die Natur, das Klima und die Menschen vor Ort, sind ständig gegeneinander abzuwiegen. Eine Fernreise soll nicht nur unvergessliche Erlebnisse bringen, sondern auch einen möglichst positiven Beitrag für die Natur, die Artenvielfalt und die lokale Gemeinschaften in den besuchten Regionen leisten.
Wie gestaltet sich Nachhaltigkeit im Tourismus?
Nachhaltiges Reisen beginnt bereits beim respektvollen Umgang mit kulturellen Traditionen und Bräuchen. Dies reicht von angepassten Verhaltensweisen bei der Art der Kleidung, bei Besichtigungen von heiligen Stätten bis hin zu korrekter Begrüßung und Verabschiedung.
Es umfasst aber auch den Schutz natürlicher Lebensräume durch eine möglichst schonende Bauweise der Unterkünfte, indem z.B. der natürliche Boden und Bäume bewahrt bleiben. Auch die Nutzung von erneuerbaren Energien zur Stromgewinnung zählt hierzu. Recycling von Papier und organischen Abfällen und Verzicht auf Plastik, sind weitere Elemente eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen. Lebensmittel sollten möglichst vor Ort bezogen werden, um so zum Beispiel lange Anfahrtswege zu vermeiden. Der Anbau von eigenem Gemüse – sofern möglich – sichert zudem eine gesunde Ernährung.
Der Wasserverbrauch muss der Region und der Verfügbarkeit für alle dort lebenden Menschen und Tieren angepasst werden. Weiterhin gehört auch der indirekten Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt durch die anfallenden Park – u. Conservationgebühren dazu. Und letztendlich zählen auch faire Partnerschaften und die faire Bezahlung von Ortskräften dazu.
Verantwortung im Tourismus
Damit auch zukünftige Generationen die Vielfalt unserer Welt entdecken können, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen von uns allen von zentraler Bedeutung. Nachhaltigkeit im Tourismus ist somit ganzheitlich zu betrachten. Sie umfasst neben Umwelt und Ökologie auch eine gewisse Wirtschaftlichkeit und gesicherte Ökonomie sowie die Sicherung einer sozialen Entwicklung. Damit dies nicht nur schöne Worte sind, sind messbare Daten für diese Parameter notwendig.
Der Tourism Impact Score ist so ein Messwert der die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen die durch Touristen entstehen, misst. Dies verdeutlicht, das die CO² Emission (Treibhausgas) zwar wichtig, aber nicht der allein maßgebliche Faktor ist. Sein Vorteil: er ist in Tonnen pro Person am besten messbar und für jeden klar verständlich. Auf Plattformen wie bei Atmosfair kann so jeder die CO² Emission seines eigenen Fluges überprüfen.
Stiftungen, NGO`s und Mitgliedschaften
Sowohl in Afrika als auch in Indien gibt es ebenfalls zahlreiche Stiftungen und NGO`s, die sich für den Arten- und Naturschutz einsetzen. So untgerstützt unser Partner in Malawi ein Aufforstungsprojekt. In Sambia sind bei vielen Buchung Spendenbeiträge an das Artenschutzprojekt Project Luangwa enthalten. In Indien unterstützen wir die Initiative Plastic Fischer, die sich die wichtige Reinigung von Flüssen zur Aufgabe gemacht hat. Wir sind außerdem Mitglied bei der Organisation TOFT. Einige dieser Projekt Standorte können Sie bei Ihrer Reise besuchen.
Daktari Travel ist seit 2010 Mitglied im Forum Anders Reisen, einem Verband von kleinen und mittelständischen, nachhaltigen Reiseveranstaltern. Hier haben wir eine Heimat gefunden, da wir uns mit den Zielen und ethischen Anschauungen des Verbandes identifizieren. Als Mitglied haben wir uns zur Einhaltung der Kriterien für ein verantwortungsvolles Reisen verpflichtet, ebenso wie zur entsprechenden Zertifizierung mit dem Tour Cert Siegel. Dieses muss regelmäßig im Rahmen einer Re-Zertifizierung neu beantragt und in einem externen Audit durch eine Dritte, unabhängige Person überprüft werden. In Rahmen dieser Prüfung erstellen wir auch einen Nachhaltigkeitsbericht.
Tourismus Zertifikate
Nachhaltigkeitszertifizierungen sind überall und so auch im Tourismus zu finden. Ähnlich wie bei fair gehandelten Lebensmitteln oder fair produzierter Kleidung dienen sie dazu, verantwortungsvolles Handeln, fachliche Kompetenz und klar definierte Nachhaltigkeitskriterien transparent und nachvollziehbar zu machen. Sie bieten den Kunden somit primär eine Orientierungshilfe. Im Tourismus stehen dabei insbesondere der sorgsame Umgang mit fremden Kulturen, Umwelt- und Naturschutz im Vordergrund.
Neben der Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarenergie und dem effizienten Umgang mit Wasser sind werden vielfach auch Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt geprüft. Diese können Erschaffung von neuen Schutzgebieten, finanzielle Unterstützung von Anti-Wilderer Kampagnen und die Öffnung von Wanderkorridoren umfassen. Von Bedeutung für eine Zertifizierung sind auch eine soziale Verantwortung, das Achten der Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen sowie der Schutz von Kindern.
Weltweit existieren zahlreiche Zertifizierungen und Labels mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Anforderungen. Die Vergabe erfolgt je nach Organisation nach unterschiedlichen Verfahren. Häufig sind Schulungen, verbindliche Richtlinien und regelmäßige Überprüfungen Bestandteil des Zertifizierungsprozesses. Nach EU Recht muss eine anerkannte Zertifizierung zusätzlich durch eine unabhängige Stelle geprüft werden, um sicherzustellen, dass definierte Standards dauerhaft eingehalten und nachvollziehbar dokumentiert werden.
Neben dem Begriff ‘Zertifikat’ wird häufig auch von ‘Labels’ gesprochen. Ein Label kann unterschiedlich verwendet werden. Es ist nicht immer mit einer unabhängigen Prüfung verbunden. Ursprünglich bezeichnete ein Label vor allem ein individuelles Kennzeichen für eine Marke mit Wiedererkennungswert. Mit anderen Worten ein individuelles Design, das der Hersteller selbst kreirt hat.
Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung von Organisationen und Initiativen, die wir aktiv durch Mitgliedschaft oder über Dritte – z.B. über Lodgen- unterstützen.
Wir sind Mitglied bei TOFT, einer in Indien und Nepal operierenden NGO, die 2004 als Toftigers, von einem engagierten Briten gegründet wurde. Julian Matthews erkannte den Naturtourismus als die einzige tragfähige und langfristige Lösung, um die stark bedrohte Tigerpopulation in Indien zu retten. Die Organisation unterstützt, plant und finanziert dabei die Erhaltung und Renaturierung der natürlichen Wildnis. Insbesondere die Population der Tiger wurde durch den geschickten Nutzen eines Safari Tourismus in den letzten Jahren massiv gesteigert.
Driving Sustainable Destinations
TOFT bzw.Toftiger stellt ein globales Bündnis aus Regierungen, Gemeinden, NGO`s dar, die alle zum Erhalt der ursprünglichen Natur und Artenvielfalt Indiens beitragen. Die Organsiation zertifiziert mit dem eigenen PUG Siegel Safari Unterkünfte in und um Nationalparks u. Schutzgebieten, die naturfreundlich und sozial verantwortlich arbeiten. Um das Siegel zu erhalten ist ein umfangreicher, von externen Fachleuten durchgeführter, Zertifizierungsprozess erforderlich. Sie werden dabei regelmäßig überprüft. Denn das Gütesiegel, welches in in den 3 Stufen silber, bronze oder gold erhältlich ist, hat nur 3 Jahre Gültigkeit. Ausbildung, sensible Durchführung der Safaris, Recycling, wasser- und energiesparende Verfahren sowie eine umweltschonende Bauweisen der Lodgen, werden dabei unter anderem bewertet. Bei der Vergabe des Pug Siegels orientiert sich TOFT an den Kritereien des GSTC (global sustainable tourism council). Hier finden Sie eine Liste der vom GSTC anerkannten Standards.
TourCert (CSR Siegel)
CSR steht für Corporate Social Responsibility, oder auf Deutsch für die Gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens. Das Siegel wird von der Organsiation TourCert für Reiseveranstalter und andere Leistungsträger im Tourismus vergeben. Die hiermit zertifizierten Unternehmen erklären sich bereit, Verantwortung für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt zu übernehmen. Das Siegel ist nur befristet gültig und bedarf nach 3 Jahren einer Re-Zertifizierung. Das Audit zur Vergabe wird dabei von einer Dritten, unbeteiligten Person durchgeführt. TourCert Siegelinhaber verpflichten sich dazu, ihre Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern. Bestimmte soziale und ökologische Anforderungen müssen erfüllt werden, um das Siegel zu erhalten. Diese Verantwortung für faire Bedingungen ist auf allen Ebenen sind eine fest verankerte Haltung. Sie bilden die Grundlage für die strategische Ausrichtung im Unternehmen.
TOFTigers Award
Mit dem TOFTigers Tourism Awards werden Einzelpersonen, Reiseveranstalter, Umweltschützer, Guides und Naturfotographen sowie auch örtliche Gemeinden, für ihren Beitrag zum Schutz von Lebensräumen (insbesondere Tiger- und Wildnisgebiete) und Wildtieren des indischen Subkontinents, ausgezeichnet. Die Auszeichnungen werden in verschieden Kategorien vergeben.
Speziell Safari-Veranstalter werden für eine verantwortungsbewusste Gestaltung einer Safari mit entsprechender Information der Besucher bewertet. Der TOFTigers Award feiert die Auszeichnungen für den besten Naturtourismus jährlich mit über 250 geladenen Gästen. Wir sind stolz 2023 den 2. Preis als bester Internationaler Safari Veranstalter erhalten zu haben.
Fair Trade Tourism (FTT)
Dieses Siegel wird von der südafrikanischen fair trade tourism Organsiation an touristische Unternehmen in Afrika vergeben. Die Zertifizierung ist für Unterkünfte, Aktivitäten, Anlagen, Essensdienstleistungen, Attraktionen und Freiwilligendienste möglich. Wer das Siegel trägt, zeigt damit, dass sein Unternehmen eine Verpflichtung zu einem fairem und nachhaltigen Tourismus in Afrika eingeht. Sie leisten einen bedeutsamen Beitrag zum Reiseland und für die dort arbeitenden Menschen. Die ethische und ökologische Unternehmenspraxis in Hinblick auf Chancengleichheit, faire Löhne, Gemeindeeinbindung und Umweltschutz werden durch unabhängige Dritte geprüft.
The Code
The Code ist eine international operierende Organisation zum Schutz von Kindern vor kommerzieller sexueller Ausbeutung im Tourismus, bei der wir seit 2017 Mitglied sind. Das Siegel steht für ein klares Engagement im Bereich des Kinderschutzes. Vor allem auf Reisen im Ausland ist die sexuelle Ausbeutung von Kindern (8-18 Jahre) ein oft unterschätzes Problem. Wir geben unseren Kunden und Partner deshalb Leitlinien an die Hand, was zu tun ist, wenn Bedenken auftreten. Wohin kann man sich wenden und an wen sollten auffällige Situationen gemeldet werden.
The Code (kurz für The Code of Conduct for the Protection of Children from Sexual Exploitation in Travel and Tourism) ist eine Multi-Stakeholder-Initiative. Mit ihrem Kriterienkatalog, zu dessen Einhaltung sich alle Mitglieder verpflichten, hat die Organsiation das Ziel die Reise- und Tourismusbranche zu sensibilisieren. Durch eine intensive Zusammenarbeit und mit jährliche Abfragen werden zudem Handlungs-Instrumente erarbeitet und den Mitgliedern an die Hand gegeben.
The Code wird weltweit von lokalen Organisationen vertreten, die die Reise- und Tourismusbranche vor Ort bei der Umsetzung der sechs Kriterien von The Code unterstützen, wie zum Beispiel ECPAT Germany.

Atmosfair
Atmosfair ist ein deutsche Organisation, die mit Beiträgen und Spenden Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern bzw. im globalen Süden investiert. Diese helfene unter anderem CO² einzusparen. Sie tragen außerdem dazu bei, die Klimaziele des jeweiligen Projektlandes zu unterstützen.
So fließen inkludierten Beiträge z.B. in ein Projekt mit effizienten Öfen für Familien in Indien. Der Bedarf an Feuerholz in Indien ist weit höher als das Angebot aus nachhaltig nachwachsenden Rohstoffen. Das bedeutet, dass ein Teil des Holzes, das zum Kochen und für die Produktion von konventioneller Kohle gewonnen wird aus nicht-nachhaltigen Quellen stammt.
Durch die Einführung von effizienten Öfen und den Ersatz von konventioneller Kohle, reduziert atmosfair den Bedarf an Holz langfristig. Damit sinkt auch der Anreiz für illegalen Holzeinschlag und Raubbau an den Wäldern. Folglich verbleibt mehr Holz in den Wäldern, was der fortschreitenden Walddegradierung in Indien entgegenwirkt. Die effizienten Holzvergaseöfen sparen 50% Feuerholz ein und ermöglichen außerdem rauchfreies Kochen. Da es sich um eine spezielle Pyrolysetechnik handelt, entsteht als Nebenprodukt Holzkohle. Das Projekt hat Gold Standard.
Auf der Webseite von Atmosfair finden Sie bei Interesse noch zahlreiche andere, interessante Projekte.

Green Leaf Kerala
Green Leaf Kerala ist ein System zur Klassifizierung von Ayurveda Zentren. Die Regierung des indischen Bundesstaates Kerala führte diese Zulassungsform bereits 1998 ein. Das Siegel erhalten geprüfte Einrichtungen, welche bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Dazu zählen die Aufrechterhaltung von gesetzlichen Gesundheitsvorschriften und Sicherheit. Basierend auf den Angeboten und deren Qualität, erfolgt eine Einstufung in drei Kategorien. Dabei steht Silver für die einfachste, aber ausreichende Form und Gold für höchste Ansprüche. Diese Form der Bewertung für Ayurveda Resorts & Kliniken ist weltweit einmalig.

Eco Tourism Kenya
Eco Tourism Kenya ist ein unabhängige Organisation für nachhaltigen Tourismus in Kenia. Sie wurde 1996 gegründet. Eco Tourism Kenya fördert nachhaltige Tourismuspraktiken innerhalb der kenianischen Tourismusindustrie. Auch hier werden nach einem Ecorating System Siegel vergeben. Dabei werden die Unterkünfte anhand klar definierter Kriterien geprüft. Hierzu zählen u.a. der Wasser- und Energieverbrauch, das Abfallmanagement, der Schutz von Natur und Biodiversität und die Einbindung lokaler Gemeinden. Je nach Bewertung erhalten die Betriebe eine Auszeichnung in Bronze, Silber oder Gold. Eco Tourism Kenya ist beim Global Sustainable Tourism Council registriert.
SAHIL
SAHIL ist ein Projekt in Indien, das die schwächere Bevölkerungsgruppe unterstützt. Sozial-ökonomische Programme vermitteln Fähigkeiten, die letztlich zu einem besseren Leben führen sollen. Das sind zum Beispiel Computer Kenntnisse, Gärtnern, das Bestellen von Feldern, Drucken oder das Herstellen von Töpfen. SAHIL nimmt sich auch der Gesundheit an, indem Ärzte regelmäßig in die Dörfer geschickt werden. Das Projekt sensibilisiert außerdem das Naturverständnis der und die Identifikation mit der einheimische Kultur. Außerdem arbeitet SAHIL mit anderen Organisationen zusammen, um die Probleme Indies zu identifizieren und Lösungen zu finden. Eine Broschüre zum download finden Sie hier.

Plastic Fischer
Saubere Flüsse = saubere Meere. Das ist die Kernbotschaft der NGO Team Plastic Fischer, die in Indien und Indonesien aktiv sind. Mit einem speziell entwickelten System “fischen” die Mitarbeiter von Plastic Fischer, Kunststoff Müll aus den Flüssen, sodass diese nicht weiter ins Meer gelangen. Auf diese Weise gesammeltes Platik wird zudem weiterwertet. Gleichzeitig wurden auch über 80 lokale, neue Arbeitsplätze geschaffen. Es ist somit eine win-win Situation für die Menschen und die Natur vor Ort. Dazu stellt die reduzierte Plastikverschmutzung der Meere auch einen Schutz der Meerestiere dar. Daktari Travel gehört zu den ersten Reiseveranstaltern, die die wichtige Arbeit von Plastic Fischer unterstützen.
Fairness im Tourismus & soziale Projekte
Für viele Menschen, die in unseren Zielgebieten arbeiten, stellt der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle dar. Deshalb unterstützen wir bevorzugt Betriebe, die ihr Personal aus den umliegenden Ortschaften rekrutieren und ihnen einen Arbeitsplatz und eine solide Ausbildung geben. Damit steigt die Chance auf ein gesichertes Einkommen und gleichzeitig verbessert sich ihr Lebensstandard. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort unterstützen wir außerdem durch verschiedene soziale Projekte. Diese richten sich auf Bildung, den Erhalt der lokalen Kultur, gesundheitliche Fragen und den wirtschaftlicher Aufbau der Region.
Eine erfolgreiche Reise hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darunter vor allem auch von gut ausgebildeten Guides, die über ein fundiertes Wissen über die Natur, die Geschichte und die Kultur ihres Landes verfügen. Zusätzlich sollte ein guter Guide auch mit seinen Gästen kommunizieren können und dabei auch Eindrücke über das moderne Leben im Gastland vermitteln. Faire Arbeitsbedingungen, die sich durch Chancengleichheit und ein angemessenes Gehalt auszeichnen, sind uns ein besonderes Anliegen. Wir unterstützen deshalb vor allem den Einsatz von Frauen als Guides. Zum Beispiel in Uganda, Kenia und Indien.

Delhi by Locals
Delhi by locals ist eine 2016 privat gegründete Organisation, die wir von Beginn an durch Buchung der City Führungen unterstützen. Die außergewöhnlichen Stadtbesichtigungen finden mittlerweile neben Delhi auch in Agra und Jaipur statt. 50 % der erwirtschafteten Einkünfte fließen dabei in gemeinnützige Initiativen der angegliederten NGO Learning by Locals.
Vor allem junge Menschen werden hier die erforderlichen Fähigkeiten an die Hand gegeben, sich beruflich weiter zu entwickeln. Die Besichtigungen werden von jungen, leidenschaftlichen Fremdenführer durchgeführt, von denen viele Studenten sind. Diese Touren bieten deshalb für den Besucher, neben all der Geschichte und Kultur auch sehr persönliche Einblicke in das Alltagsleben der Städte und damit eine anregende Erfahrung.
Travel for Impact
Eine Reise nach Afrika entfaltet ihren wahren Wert, wenn sie eine positive Wirkung für die Tiere, das Land und die Menschen vor Ort hinterlässt. So bedeuten allein die Einnahmen durch Parkgebühren einen immenser finanzieller Input für den Arten-u. Naturschutz. So auch in Botswana, einem Land das Erlebnisse in einer einmaligen, berührenden Wildnis bietet. Damit aber nicht nur die Parkverwaltungen und die Besucher profitieren, übergibt unser Partner für Übernachtung pro Person 1 USD (ab 2027 2 USD) an Travel for Impact.
Die in Botswana ansässige NGO heißt wörtlich übersetzt Reisen mit Wirkung. Denn sie unterstützt und finanziert mit diesen Einnahmen verschiedene soziale Projekte. Diese reichen u.a. von der Anschaffung eines Busses für kostenlosen Transport bis zur Schaffung von Bildungseinrichtungen und Projekten zur Stärkung von Frauen.
Indien Salaam Baalak
Mira Nair, eine erfolgreiche Bollywood Regisseurin, gründete 1988 die NGO Salaam Baalak Trust. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Delhi, kümmert sich um die Straßenkinder, indem ihnen Hilfe und Unterstützung bei der Ausbildung anbietet. Dabei spielt weder das Geschlecht, die Religion, Kaste, Hautfarbe oder Nationalität eine Rolle. Der Trust bietet auch ein Volontariat an. Dabei kam eine ehemalige Freiwillige aus England auf die Idee, Führungen durch die weniger besuchten Viertel der Stadt anzubieten, die von diesen ehemaligen Straßenkindern durchgeführt werden.
Der Salaam Baalak Walk ist inzwischen zu einer etablierten Institution geworden. Der Besucher erfährt dabei viel über das Leben abseits vom gehobenen Mittelstand. Die Jugendlichen wiederum verbessern Ihre Sprachkenntisse und steigern ihr Selbstwertgefühl. So gewinnen beide Seiten.
Intensives Reiseerlebnis und Reisen in Gelassenheit
Private Reisen für zwei oder gar eine Person sind kostspielig. Daran führt kein Weg vorbei. Der Planungsaufwand, die Logistik vor Ort, der Transport – all dies bedeutet für eine oder zwei Personen mehr Arbeit und Aufwand als für zwanzig Teilnehmer. Nur Masse ist eben preiswert machbar. Dafür ist aber der persönliche Gewinn um ein vielfaches größer und der Erlebnischarakter viel intensiver. Der Gast kann sich die Zeit und Ruhe nehmen, ein Land und seine Menschen wirklich kennen zu lernen. Denn nicht nur der Tagesablauf, sondern auch die Etappen sind individuell gestaltbar.
Allerdings ermöglichen auch unsere Kleingruppenreisen (4 bis max. 12 Teilnehmer) ein intensives, rücksichtsvolles Reiseerlebnis, indem unsere Partner z.B. Unterkünfte auf deren positiven Einflüsse auf die lokale Region prüfen. Reisende in Kleingruppen suchen nicht nur den preislichen Vorteil. Es sind vielfach auch Menschen die Gleichgesinnte suchen, mit denen sie bereits unterwegs das Erlebte teilen können.
Die Tendenz möglichst viel an Sehenswürdigkeiten oder Nationalparks in eine 10 Tage Urlaubsreise zu packen ist weder nachhaltig noch erholsam. Jagen wir nicht schon genug Terminen im Alltag nach? Nutzen Sie lieber die Auszeit, um wirklich abzuschalten. Warum also nicht alles entspannt genießen, die Natur neu entdecken, belauschen und sich plötzlich wieder als Teil davon wiederzufinden. Das gilt auch für Kulturen, fremde Gerüche, Essens- und Lebensgewohnheiten. Wer hier mit Hektik und einer Mentalität des reinen Abhakens von der Liste rangeht, beraubt sich selbst der faszinierenden Details, der Mystik fremder Länder und ihrer Zusammenhänge.
Arten- und Naturschutz
Ob Sie nach Afrika oder Indien reisen, der Arten-und Naturschutz ist dabei immer ein wichtiger Bestandteil unserer Angebote. Der international genutzte Begriff Conservation beschreibt dies etwas genauer. Er umfasst den Schutz von Pflanzen und Tieren, Naturgebieten sowie den Erhalt diverser Lebensräume und bezieht sich dabei insbesondere auf den Schutz vor den schädlichen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten. Bei den unterschiedlichen Conservation Projekten, die Sie allein durch Ihre Safari Buchung unterstützen, handelt es sich daher um Bemühungen, eine intakte Umwelt und Lebensraum für die Tiere zu erhalten. Dies reicht vom Klimaschutz bis zum Schutz ganzer Biotope. Letztlich dienen diese auch dem Fortbestand lebenswichtiger Ressourcen für Mensch und Tier.
Wie lässt sich ein richtiger Arten-und Naturschutz umsetzen?
Er fängt bei ganz kleinen Maßnahmen wie Müllvermeidung und -befreiungsaktionen an, reicht von Alternativen zum unkontrollierten Abholzen von Urwäldern bis zum sparsamen Umgang mit Wasser und der Ablehnung von Plastik. Die Schaffung von sogenannten Korridoren für Tierwanderungen, Vermeidung von Überdüngung oder die Bekämpfung von Wilderei sind weitere wichtige Maßnahmen im Arten- und Naturschutz. Um dies zu erreichen, ist das Vermitteln von Wissen über die Umwelt und deren Bedeutung für uns alle ein essentieller Faktor. So helfen Schulungen, von Kindern und Erwachsenen, dabei ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Biodiversität zu fördern. Langfristig lässt sich Umweltbewußtsein aufbauen, indem die heranwachsende Generation in Afrika und Indien an die Tier- und Pflanzenwelt herangeführt wird.
Arten- u. Naturschutz in Ostafrika
Kenia gilt als eines der führenden afrikanischen Länder, im Bereich Arten- und Naturschutz. Das Land beherbergt eine beeindruckende Artenvielfalt, darunter Elefanten, Nashörner, Löwen, Giraffen und viele endemische Vogelarten. Doch die Bestände an Nashörnern sind immer noch stark durch Wilderei bedroht. Aus diesem Grund hat der Betreiber der Rhino Watch Safari Lodge, das Rhino Awareness Programm ins Leben gerufen. Das Projekt in der Laikipia Region in Kenia fördert unter anderem die Schaffung eines Bewusstsein für diese Tiere in regionalen Schulen. Darüberhinaus werden auch Patenschaften angeboten. Ein anderer Ansatz ist die Entwicklung von technischen Möglichkeiten, wie der Einsatz von Drohnen bei der Bekämpfung von Wilderei. Oder die Nutzung von speziell trainierten Hunden im Einsatz gegen Wilderer.
Auch die Betreiber der Hatari und Shumata Lodge in Tansania engagieren sich seit Jahren bei verschiedenen Projekten. So sind sie Gründer der Momella-Stiftung, deren Ziel es ist Dorfbewohnern mit Bildung und Berufsausbildung zu zu unterstützen. Außerdem engagieren sie sich beim Human-Animal-Conflict. Wenn Menschen immer tiefer in die Lebensräume der Tiere vordringen,Konflikte zwischen Mensch und Wildtier nicht aus. Elefanten, und Löwen durchqueren oder nutzen Gebiete, die auch von Menschen bewohnt oder bewirtschaftet werden. Dies kann zu Schäden, Bedrohungen oder wirtschaftlichen Verlusten führen. Wildtiere stellen mitunter auch eine direkte Gefahr für das Leben der Dorfbewohner dar, wenn sie, bedingt durch Umwelteinflüsse wie langanhaltende Dürren, immer näher an die Dörfer herankommen. Denn die dort gehaltenen Nutztiere sind eine leichte Beute.
Auf internationalen Foren gibt es zahlreiche Lösungsvorschläge, die sich überwiegend auf Abschreckung konzentrieren. Andere Ansätze setzen auf Elektrozäune oder Bienenstöcke entlang der Zäune, die vor allem Elefanten abwehren sollen. Innovativ ist die Idee von einer dicht wachsenden natürlichen Hecke der afrikanischen Wilddattel. Sie sind während der Wachstumsphase mit Discolichtern ausgestattet, die ebenfalls der Abschreckung dienen. Ebenso wie der Honig der Bienen, können die Datteln zudem vermarktet werden.

Arten- und Naturschutz in Indien
Artenschutz hat in Indien eine lange Geschichte. Die Wildlife Conservation Society India (WCS) ist hier die führende Naturschutzorganisation. Die NGO arbeitet eng mit Regierungsbehörden zusammen und setzt modernste Technologien wie Kamerafallen und GPS-Tracking ein, um Wildtierpopulationen zu überwachen und Schutzmaßnahmen zu optimieren. Inzwischen fördert die WCS gemeindebasierte Schutzprojekte, bei denen auch die lokale Gemeinschaften aktiv in den Naturschutz eingebunden werden.
Die Unterkünfte in den Nationalparks liegen in Indien außerhalb der eigentlichen Parks in sogenannten Puffer Zonen oder auf Privatbesitz. Der Umweltgedanke hat sich auch hier wesentlich weiterentwickelt. So verzichten viele Betreiber mittlerweile komplett auf Einwegplastik. Ein sparsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen und Recycling gehört zur Betriebsphilosophie. Man bemüht sich um eine naturnahe Bauweise und nutzt vielfach renovierte alte Möbel oder defekte Kacheln für Bodenbeläge.
Anstatt das Umfeld der Lodge zu kultivieren, darf der natürlichen Lebensraum wieder verwildern. Wo nötig, werden die Böden mit einheimische Pflanzenarten ergänzt. Unser Safari Partner in Madhya Pradesh agiert sich noch darüberhinaus, indem er die Bildung im Arten-und Nutzschutz durch diverse Schul- und Ausbildungsprojekte initiert.
Für die Kombination Arten-und Naturschutz engagiert sich ebenfalls TOFT. Das zentrale Element war von Beginn an der Schutz des Lebensraumes des Bengalischen Tigers. Eine eigene Zertifizierung von Unterkünften und Parks wurde dafür etabliert. Das PUG Mark Akkreditierungssystem von TOFTigers im vom Global Sustainable Tourism Council der Vereinten Nationen seit 2015 anerkannt.
Teilnehmende Camps verpflichten sich unter anderem zu Energieeinsparung und Nutzung von erneuerbaren Energiequellen. Der Wasserverbrauch wird überwacht, Abfalltrennung erfolgt in jedem Zimmer, Recycling und Erhalt der natürlichen Umgebung werden gefördert. In die Küche landen lokale Produkteaus eigene Gemüsegärten. Die Toft Pug Zertifizierungen sind befristet und unterliegen somit einer regelmäßigen Kontrolle.













