Länderinfo : Tansania
Hauptstadt Dodoma; Nationalfeiertag 26. April
Allgemeine Hinweise
Tansania ist mit einer Fläche von 945.087 km² das größte Land im Osten Afrikas.
Südlich des Äquators gelegen, grenzt Tansania im Norden an Kenia und Uganda, im Westen an die Demokratische Republik Kongo, Rwanda und Burundi sowie Sambia, Malawi und Mazambik im Süden. Der Regierungssitz ist in Daressalam, gleichzeitig die größte Stadt des Landes und Ausgangpunkt für den südlichen Circuit. Der große afrikanische Grabenbruch hat in Tansania faszinierende topographische Zonen hervorgebracht, wie den Ngorogoro Krater und den Tanganyikasee. Der Kilimanjaro ist mit 5890 Meter der höchste Berg Afrikas.
Während das Landesinnere überwiegend eine Trockenzone darstellt, gestaltet sich die mehr als 1000 km lange Küste in sattem Grün, teilweise mit Palmen bewachsen. Zu den tropisch anmutenden Inseln vor dem Festland zählen Sansibar, Pemba und Mafia.
Die Zeitzone in Tansania beträgt MEZ +2.
Klima
Die Küstenregion ist heiß und feucht mit ganzjährigen Durchschnittstemperaturen um 28 °-30° C. Das Gebiet zwischen Küste und nördlichem Hochland hat angenehme Temperaturen um 20° von Januar bis September. Die kühlsten Monate sind Juli/August. Der meiste Regen fällt in der Regenzeit von März bis Mai. In den höheren Regionen und um den Kilimanjaro variieren die Werte zwischen 14° im Mai bis zu 22° von März bis Dezember. Die heißesten Monate sind von Oktober bis Februar.
Bevölkerung
Tansania hat ca. 36 Mill. Einwohner, von denen 97% Afrikaner sind, die überwiegend von der Landwirtschaft sowie vom Tourismus leben. Daneben sind hier Araber, Inder und Europäer vertreten. Die offiziellen Amtssprachen sind Swahili und Englisch. Der überwiegende Teil der Bevölkerung spricht eine Bantusprache. Geprägt durch arabischen und später portugiesischen Einfluss, ist neben dem Islam auch das Christentum vertreten.
Nationalparks und Natur
Tansania hat mehr als 25 Nationalparks u. Naturschutzgebiete von denen die Serengeti den bekanntesten Park darstellt. Der Ausgangpunkt für eine Rundreise im Norden des Landes ist die hübsche Kleinstadt Arusha. Die nördliche Rundreise umfasst Parks wie den Arusha Nationalpark, Lake Manyara Nationalpark, den Kilimanjaro, die Serengeti, den Ngorogoro Krater und das Mkomazi Naturschutzgebiet.
Die südliche Variante führt durch das Selous Game Reserve, den Ruaha und Mikumi Nationalpark. Ein relativ unbekannter Park ist Saadani, südlich von Daresalaam mit einem eingeschlossenen Küstenstreifen.
Weitere Parks sind zum Beispiel Gombe oder Mahale Mountains Park am Ufer des Tanganjikasees
Unterkünfte
Tansania ist ein Reiseziel für Individualisten. Entsprechend sind die Lodgen überwiegend hochwertig und auf eine kleine Anzahl Gäste eingerichtet. Die Küche ist meist europäisch und sehr gut. Wasser wird gefiltert oder abgekocht serviert. Leitungswasser ist als Trinkwasser nicht geeignet. Campingplätze hingegen sind einfach angelegt und bieten keinerlei Serviceeinrichtungen.
Kleidung / Strom / Telefon
Empfehlenswert ist leichte zweckmäßige Kleidung in gedeckten Farben. Langärmelige Hemden und lange Hosen aus hellem Stoff schützen am Abend vor Mückenstichen. Ein warmer Pullover oder eine Jacke sollte vor allem im Juli nicht fehlen, ebenso wenig wie ein Hut und eine gute Sonnenbrille mit UV Schutz.
Nehmen Sie auf alle Fälle einen Adapter mit. Die Spannung entspricht zwar europäischen Werten 200-220V, jedoch haben die Stecker ein 3-poliges System, ähnlich dem in Großbritannien. Viele Camps laufen mit Generatoren oder bei Bushcamps mit Solarenergie.
Die Ländervorwahl für Tansania ist 00255.
Mitzubringen
Sie sollten grundsätzlich mit „weichem“ und widerstandsfähigem Gepäck reisen, da dieses in kleinen Flugzeugen oder den Transferfahrzeugen besser verstaut werden kann. Die Kleidung sollte in erster Linie bequem und zweckdienlich sein. Ebenso das Schuhwerk. Ein Hut, eine gute Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel mit hohem UV Schutz Faktor, Feuchtigkeitscreme und Lippenbalsam sollten im Gepäck nicht fehlen. Denken Sie auch an ein geeignetes Insektenschutzmittel, Antihistamintabletten oder -creme sowie Ihre persönlich benötigten Medikamente in ausreichender Menge.
Ein Fernglass ist ein absolutes „Muss“ bei einer Safari, ebenso wie eine Taschenlampe.
Träger von Kontaktlinsen oder Brillen sollte eine Ersatzbrille mitführen.
Die Kameraausrüstung sollte auch staubsichere Beutel, Reinigungspinsel und ausreichende Batterien beinhalten.
Geld
USD und Euro können an den meisten internationalen Flughäfen sowie in Daressalaam gewechselt werden. Die lokale Währung, tansania Shilling darf nicht eingeführt werden, für ausländische Währungen gibt es keine Beschränkung. Die Mitnahme von USD, auch kleine Noten, wird empfohlen, da Reisechecks selten und Kreditkarten nicht immer – oder nur mit Aufschlag akzeptiert werden.
Gesundheit
Für Tansania ist Geldfieber bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Auch wenn der Impfpass selten kontrolliert wird, dennoch sollte man diesen mitführen. Wir empfehlen ferner ausreichenden und gültigen Schutz gegen Tetanus, Polio und Diphtherie sowie Hepatitis A.
Auf jeden Fall sollten Sie sich bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt über die aktuellen WHO Einstufungen informieren.
Tansania ist Malariagebiet. Neben vorbeugenden Maßnahmen wie das Tragen schützender Kleidung am Abend und das Verwenden von Mitteln zur Insektenabwehr wird eine ausreichende Prophylaxe dringend empfohlen. Präparate zur Behandlung sollten auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei Anzeichen von Fieber und/oder grippeähnlichen Symptomen informieren Sie Ihren Führer vor Ort um ggf. sofort einen Bluttest beim nächsten Arzt machen zu lassen.
Die medizinische Versorgung ist in den Großstädten gegeben, aber meist nicht mit europäischem Standard zu vergleichen. Sie sollten deshalb unbedingt vorab mit Ihrer Krankenversicherung klären ob eine Auslandsdeckung gegeben ist und ggf. eine Reisekrankenversicherung mit Rückholservice ( Ambulanzflug ) im Notfall abschließen.
Für Notfälle sollten Sie Ihre Blutgruppenzugehörigkeit kennen u. die Kontaktnummern Ihrer Versicherung einer 2. Person gegeben haben.
Sicherheit
Zur Frage der Sicherheit wird auf die immer neu aktualisierte Informationsseite des Auswärtigen Amtes hingewiesen. Grundsätzlich gilt wie überall in Afrika eine hohe Wachsamkeit, das Meiden einsamer Straßen und Ecken nach Einbruch der Dunkelheit in den Städten. Sie sollten ferne keine großen Wertsachen mitbringen und keinen teuren Schmuck oder viel Geld bei sich tragen. Zur besonderen Vorsicht wird beim Besuch religiöser Stätten geraten, dies gilt insbesondere für die Altstadt von Stone Tone.
Einreise
Deutsche Urlauber benötigen ein Visum, das man über die Botschaft in Berlin erhalten kann. Das Visum kann auch bei Einreise über einen internationalen Flughafen ausgestellt werden, muss dort aber in bar bezahlt werden. In der Regel verläuft dies schnell und problemlos, kann aber bei großem Andrang auch mal bis zu 2 Stunden dauern (der Flughafen verfügt über keine Klimaanlage!) Derzeit liegt der Preis bei 50 USD an der Grenze in Tansania bzw. 50,- EUR über die Botschaft. Ein Transitvisum wird in Deutschland nicht erteilt, ist aber bei Einreise für 30,- US$ zu erhalten. Dieses hat dann 7 Tage Gültigkeit. Der Pass muss mindestens über eine freie Seite verfügen und noch 6 Monate nach Ausreise gültig sein. (Quelle: Webseite des Auswärtigen Amtes)
Fotos
Bitte seien Sie sensibel beim Fotografieren der Bevölkerung. Im Zweifelsfall fragen Sie zuerst immer ihren Guide, Fahrer, den Lodge Manager oder die Dorfbevölkerung.
Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden und Teile des Flughafens ist mitunter verboten. Auch hier sollte in Zweifelsfragen eine offizielle Person befragt werden. Es kann ansonsten leicht zu erheblichen Schwierigkeiten kommen.
Wildtiere
Bedenken Sie, dass es sich bei den Tieren in Afrika um richtige Wildtiere handelt. Gewisse Verhaltensregeln müssen deshalb zu Ihrem und zum Schutz anderer eingehalten werden. Steigen Sie nie aus dem Fahrzeug, außer bei speziell von Ihrem Guide ausgewiesenen Stellen. Tragen Sie keine grelle Kleidung und vermeiden Sie wilde Gestikulation oder laute Gespräche. Das Füttern von Wildtieren ist grundsätzlich und strengstens untersagt





