Länderinfo : Sambia
Hauptstadt Lusaka ; Nationalfeiertag 24. Oktober
Allgemeine Hinweise
Sambia ist ein, auf der Hochebene Zentralafrikas gelegenes Binnenland mit einer Fläche von 752.618 km², dessen größter Teil 1300 m über dem Meeresspiegel liegt. Die Infrastruktur und Entwicklung ist hier noch nicht so weit fortgeschritten wie bei den südlichen Nachbarn Südafrika, Namibia. Während die Hauptdurchgangsstraßen in den letzten Jahren erheblich verbessert wurden ist das allgemeine Netz an Teerstraßen gering und die meisten Verbindungen erfolgen über schlechte Staubstraßen.
Für den „ Individualisten“ besteht gerade hierin der besondere Reiz des Landes. Die Zeitzone in Sambia beträgt MEZ +1.
Klima
Die feuchte Regenzeit dauert von Dezember bis April während die Trockenzeit eine kühlere Periode von Mai bis Juli und eine heiße Zeit von August bis Oktober ( 40° C ) umfasst. Während man tagsüber fast immer Temperaturen um 25°C erreicht, können in den Höhenlagen und in den Sümpfen nachts die Temperaturen unter 10° C sinken. Juli ist der kälteste Monat und das Mitbringen von warmer Jacke und sogar Handschuhen ist hier durchaus zu empfehlen.
Bevölkerung
Sambia hat über 73 verschiedene Stämme mit einer Bevölkerungsdichte von ca. 10 Millionen. Hiervon lebt die überwiegende Zahl in den großen Städten. Die sambische Bevölkerung ist im Allgemeinen sehr freundlich und hilfsbereit. Steigende Armut und Arbeitslosigkeit in den Städten bringt allerdings vermehrt Betteln und Taschendiebstahl mit sich. In den Dörfern hat sich die sambische Kultur noch weitgehend unbeeinflusst erhalten. Das kommt in den Dekorationen der dörflichen Häuser, den noch praktizierten Stammesriten und Tänzen zur Geltung.
Nationalparks
Die Nationalparks in Sambia weisen eine sehr unterschiedliche Vegetation auf. South Luangwa, der bekannteste Park wird geprägt durch den Luangwa und zeichnet sich durch wechselnde sehr hohe und tiefe Wasserspiegel aus. Zahlreiche Lagunen und ein dynamischer Flussverlauf prägen das Bild.
Der Lower Zambezi N.P. liegt am Sambesi mit einem hier sehr stabilen Wasserspiegel. Das klare Wasser lädt ein zu Boots- u. Kanufahrten und zum Fischen. Die Anhöhen auf der einen Seite des Ufers fördern den optischen Reiz.
Kafue, der größte Park wiederum weist große Ebenen und weites Buschland auf, welches vor allen in den Busanga Plains bevorzugt von großen Herden und Löwen genutzt wird.
Daneben gibt es zahlreiche kleine Parks, wie z.B. Luambe oder Lochinvar, die ihren ganz besonderen eigenen Reiz haben, durch eine hohe landschaftliche Vielfalt (Luambe) oder eine hohe Ansammlung an Vögeln (Lochinvar) für sich punkten.
Unterkünfte
In Sambia herrschen kleine, private betriebene Lodge vor. Selten gibt es mehr als 12 Betten und die Romantik abgelegener Buschcamps wird in Sambia zur Perfektion gebracht. Der Tourismus bleibt eine individuelle Sache, wo Sie bei jeder Lodge wie ein privater Gast der Manager aufgenommen und betreut werden. Transfers bei einer Rundreise erfolgen entweder mit kleinen Chartermaschinen oder Sie werden von einer Lodge zur nächsten weitergereicht.
Kleidung, Strom, Telefon
Empfehlenswert ist leichte zweckmäßige Kleidung in gedeckten Farben. Vermeiden Sie schwarz und dunkelblau um Tse-Tse Fliegen nicht unnötig anzuziehen. Langärmelige Hemden und lange Hosen schützen vor Mückenstichen. Ein warmer Pullover oder Jacke sollte, vor allem im Mai/Juni nicht fehlen, ebenso wenig wie ein Hut und eine gute Sonnenbrille mit UV Schutz.
Nehmen Sie auf alle Fälle einen Adapter mit. Die Spannung entspricht zwar europäischen Werten 200-220V, jedoch haben die Stecker ein 3-poliges System, ähnlich dem in Großbritannien. Viele Camps laufen mit Generatoren oder bei Bushcamps mit Solarenergie.
Die Verwendung von Haarfön oder elektrischen Rasieren ist dort nicht oder nur bedingt möglich.
Die Ländervorwahl für Sambia ist 00260.
Gesundheit
- Bitte sorgen Sie für ausreichenden Impfschutz. Notwendig sind Tetanus, Polio und Diphtherie. Hepatitis A und ggf. B werden empfohlen. Gelbfieber ist bei Einreise aus einem infizierten Gebiet, so z.B. aus Malawi oder Tansania erfoderlich. Aufgrund der Nähe des Nordwestens Sambias zu Tansania und der langen Gültigkeit der Impfung empfiehlt es sich, vor allem bei Fahrten in den Norden auch die Gelbfieberimpfung durchführen. Auf jeden Fall sollten Sie sich bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt über die aktuellen WHO Einstufungen informieren.
- Sambia ist ein Malariagebiet. Neben der häufigsten Form, der M. tertiana existiert auch die gefährlichere Form der M. tropicana. Für die Heilungsaussichten ist es besonders wichtig, dass frühzeitig mit der richtigen Therapie begonnen wird. Präparate zur Behandlung sollten auf jeden Fall mitgeführt werden.
- Die medizinische Versorgung in Sambia ist nicht mit europäischem Standard zu vergleichen. Sie sollten deshalb unbedingt vorab mit Ihrer Krankenversicherung klären ob eine Auslandsdeckung gegeben ist und ggf. eine Reisekrankenversicherung mit Rückholservice ( Ambulanzflug ) im Notfall abschließen. Es besteht auch die Möglichkeit sich im Land bei einem 24 Std. emergency service zu versichern
- In die Reiseapotheke gehören ständig einzunehmende Medikamente, Ohren- u. Augentropfen, ein leichtes Mittel gegen Durchfall, Aspirin, ein Wunddesinfektionsmittel, Pflaster und Vitamin Tabletten.
- Wenn auch selten, so ist es doch möglich in Sambia auf Schlangen zu treffen. Sie sollten deshalb nie barfuss laufen und im Busch am besten knöchelhohe feste Schuhe tragen. Dies gilt vor allem für die Dunkelheit. Überprüfen Sie Ihre Schuhe und Ihr Gepäck immer wieder auf ungebetene Gäste und fassen Sie nichts an, was Sie nicht kennen und einschätzen können.
- Für Notfälle sollten Sie Ihre Blutgruppenzugehörigkeit kennen.
- - Für die gesundheitlichen Hinweise wird keine Gewähr oder Haftung übernommen. Letztlich soll hiermit nur auf das Gefahrenpotential hingewiesen werden. Die letztendliche Verantwortung bleibt Ihnen selbst überlassen. Bei Zweifeln oder Fragen sollten Sie deshalb immer einen Arzt vor Abreise konsultieren.
Mitzubringen
Film- und Fotomaterial ist in Lusaka teilweise erhältlich, aber unnötig teuer und sollte in ausreichender Menge von hier mitgebracht werden. Ebenso ein Sonnenschutzmittel, ein Mittel zur Insektenabwehr (Vit .B12 Tabl. und Teebaumöl leisten gute Dienste im Kampf gegen die Tse-Tse Fliegen!) private Toilettenartikel, ein Gel gegen Juckreiz und eine Taschenlampe mit Batterien. Ein gutes Fernglas darf natürlich nicht fehlen
Geld
USD sind immer noch die am weitesten verbreitete Währung und kann sowohl am Flughafen als auch in den meisten Städten in das lokale Geld, sambische Kwacha, gewechselt werden. Auf Märkten und in Restaurants bezahlen Sie meist in Kwacha. Die Lodgen akzeptieren USD und in steigendem Maße auch EURO und Kreditkarten. Man sollte jedoch nicht 100%ig darauf vertrauen und außerdem werden bei Kredikarteneinsatz zwischen 5 bis 7% Kommission dazugerechnet. Nehmen Sie bei USD auch kleine Noten mit, da die sich leichter wechseln lassen und achten Sie beim Tausch in Deutschland unbedingt darauf, dass Ihre Bank Ihnen Noten nicht älter als 2000 gibt.
Einreise
Deutsche Urlauber benötigen ein Visum, das man über die Botschaft in Berlin erhalten kann. Dieses kann vor Antritt der Reise bei der sambischen Botschaft in Berlin beantragt werden oder aber auch bei Einreise in Lusaka erworben werden. Derzeit kostet das Einreisevisum 50,- US$ für kontinentale Europäer. Die Einreise wird für max. 30 Tage erteilt. Der Pass muss mind. 1 leeres Blatt ausweisen und noch 6 Monate nach Ausreise gültig sein.
Trinkgelder
Trinkgelder werden nicht unbedingt vorausgesetzt, aber immer gerne mit Freuden empfangen. In den Lodgen empfiehlt sich das Trinkgeld an die Manager zum Verteilen zu geben um so zu vermeiden, dass „nicht sichtbares“ Personal leer ausgeht.Wenn Sie etwas geben möchten – zwischen 5,- bis 10,- pro Person und Tag sind in etwa angemessen.
Fotos
Bitte seien Sie sensibel beim Fotografieren der Bevölkerung. Im Zweifelsfall fragen Sie zuerst immer ihren Guide, Fahrer, den Lodge Manager oder die Dorfbevölkerung.Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden und Teile des Flughafens ist mitunter verboten. Auch hier sollte in Zweifelsfragen eine offizielle Person befragt werden.
Wildtiere
Bedenken Sie, dass es sich bei den Tieren in Sambia, obwohl langsam etwas an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, immer noch um richtige Wildtiere handelt. Gewisse Verhaltensregeln müssen deshalb zu Ihrem und zum Schutz anderer eingehalten werden. Steigen Sie nie aus dem Fahrzeug, außer bei speziell von Ihrem Guide ausgewiesenen Stellen. Tragen Sie keine grelle Kleidung und vermeiden Sie wilde Gestikulationen oder laute Gespräche. Das Füttern von Wildtieren ist grundsätzlich und strengstens untersagt. Bei den für Sambia typischen Buschwanderungen bleiben Sie immer dicht bei Ihrem Führer und halten sich strikt an dessen Anweisungen.







