Jahr des Wassers

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Quellen:

Fairunterwegs (2014). Tourismus und Wasser.
http://www.fairunterwegs.org/fair-unterwegs/augen-auf-beim-ferienkauf/wasser/
Scinexx (2004). Mittelmeer: Wasserknappheit durch Massentourismus.


http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-1212-2004-07-16.html
WWF (2004). Massentourismus gefährdet Ökoregion.


http://www.wwf.de/themen-projekte/fluesse-seen/wasserverbrauch/wasserkrise-mittelmeer/

 

Die globale Wasserknappheit hat bereits den Mittelmeerraum erreicht. Aufgrund des Massentourismus kämpfen die Mittelmeerländer jetzt schon mit den Folgen und müssen sich auf Umweltprobleme einstellen. Laut der UNWTO  werden bis 2025 jährlich 655 Millionen Reisende ihren Urlaub im Mittelmeer verbringen. Das ist eine Verdopplung der aktuellen Besucherzahlen (WWF, 2004).

Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien verloren bereits die Hälfte ihrer Feuchtgebiete. Besonders gravierend ist die Verwendung von Süßwasser für Golfplätze und Swimmingpools. Ein einziger Golfplatz benötigt im Jahr etwa eine Million Kubikmeter Süßwasser. Das entspricht etwa dem Verbrauch einer Kleinstadt mit 12.000 Einwohnern. Dieses Wasser fehlt letztendlich in der Natur und führt zur Verdörrung einzigartiger Naturparadiese.

Aber auch die Abwasserentsorgung ist ein Problem im Mittelmeerraum und nicht nur dort. Abwässer werden noch immer vielerorts ungeklärt ins Meer geleitet. Mit der wachsenden Anzahl von Reisenden wird sich dieses Problem noch verschlimmern.

Daher ist es sehr wichtig den Nachhaltigkeitsgedanken im Tourismus auch in Hinblick auf Wasser zu verstärken. Der Tourismus funktioniert nur mit einer intakten Natur. Wenn die Natur nicht überlebt, werden auch die Touristen ausbleiben. Dabei ist es kein Problem Naturschutz und Tourismus zu vereinen. Es bedeutet keinen Komfortverlust und zahlreiche Beispiele belegen dies. Großes Potential liegt in der Nutzung von Brauchwasser (Scinexx, 2004). Ein gutes Beispiel sind die Hotels der CGH Earth Group (CGH = Clean, Green, Healthy). Sie wissen, dass Süßwasser ein knappes Gut ist und somit sammeln sie Regenwasser in Teichen, um dieses dann z.B. als Toilettenspülung zu nutzen. Aber auch das Abwasser wird recycelt und wiederverwendet (CGH Earth, 2016).

Allerdings kommt es sehr stark auf die Reisenden selbst an. Hier ist mitunter noch Aufklärung notwendig. Hier einige Beispiele, die Sie beachten können:

• wählen Sie ein Angebot aus, das keinen überflüssigen Luxus bietet. Wenn Sie das Hotel nur zur Übernachtung nutzen, brauchen Sie keinen Wasserpark, planen Sie einen Hotel-Badeurlaub, wählen Sie eine Region ohne Wasserknappheit.
• informieren Sie sich, ob die Lokalbevölkerung von Wasserknappheit betroffen ist.
• wählen Sie Angebote, deren Wasserverbrauch der Landschaft angepasst ist – also kein Hotel mit drei Pools und Golfplatz in der Wüste, kein Infinity-Pool gleich am Meer. Je weniger Wasser Sie verbrauchen, desto mehr bleibt für die Lokalbevölkerung (Fairunterwegs, 2014).

Um eine erhöhte Aufmerksamkeit  zu erreichen und das Bewusstsein für den sorgfältigen Umgang mit Wasser zu fördern, hat das Forum Anders Reisen dieses Jahr zum Jahr das Wasser mit einer Kampagne erklärt. Schauen Sie doch einmal vorbei und begleiten Sie das Maskottchen Drippy auf seiner Weltreise unter dem Zeichen des Wassers.